# Schlaf-Glossar



- **Gesamtschlafzeit (TST)** — Tatsächlich geschlafene Minuten. Die einzige Wearable-Kennzahl, der man trauen sollte.

- **Schlafeffizienz** — Schlafzeit ÷ Zeit im Bett. Unter ~85 % ist ein häufiger Insomnie-Marker.

- **Einschlaflatenz** — Zeit bis zum Einschlafen nach dem Lichtlöschen.

- **WASO (Wachzeit nach Schlafbeginn)** — Gesamte Wachminuten in der Nacht nach dem Einschlafen.

- **Schlafmitte** — Der Punkt in der Mitte zwischen Zubettgehen und Aufstehen; misst Regelmäßigkeit und sozialen Jetlag.

- **Sozialer Jetlag** — Unterschied der Schlafmitte zwischen Werktagen und Wochenende (Wittmann 2006).

- **Chronotyp** — Ihre biologische Vorliebe für Morgen oder Abend (rMEQ-Wert).

- **Zirkadianer Rhythmus** — Die innere Uhr von etwa 24 h, hauptsächlich durch Licht gestellt.

- **Schlafdruck (Adenosin)** — Der Schlafdrang, der im Wachzustand aufgebaut wird; Koffein blockiert die Adenosinrezeptoren.

- **Obstruktive Schlafapnoe (OSA)** — Wiederholter Kollaps der Atemwege im Schlaf → Atempausen, Sauerstoffabfälle, Weckreaktionen.

- **Hypopnoe** — Teilweise Verengung der Atemwege mit vermindertem Luftstrom und Sauerstoffabfall oder Weckreaktion.

- **AHI (Apnoe-Hypopnoe-Index)** — Ereignisse pro Stunde. ≥ 5 leicht, ≥ 15 mittel, ≥ 30 schwer.

- **Polysomnographie (PSG)** — Die vollständige Schlaflaboruntersuchung — EEG, Atmung, Sauerstoff, Muskelaktivität.

- **SpO₂** — Sauerstoffsättigung im Blut. Nächtliche Abfälle unter ~90 % können auf Atmungsereignisse hinweisen.

- **Ruhepuls** — Herzfrequenz in Ruhe; niedriger bei Fitness und Ruhe — Galpins Kanarienvogel.

- **HRV (Herzratenvariabilität)** — Variabilität der Herzfrequenz (SDNN); höher bedeutet meist bessere Erholung bzw. parasympathischen Tonus.

- **KVT-I** — Kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie — Erstlinienbehandlung in jeder Leitlinie.

- **Melatonin** — Das «es ist Nacht»-Hormon. Ein Zeitsignal, kein Sedativum; 0,3–0,5 mg ist eine physiologische Dosis.

- **Schlafträgheit** — Benommenheit nach dem Aufwachen; stärker nach Tiefschlaf, langen Nickerchen oder zu viel Melatonin.

- **Orthosomnie** — Schlafprobleme durch die Fixierung auf Trackerdaten (Baron 2017).

- **Erste-Nacht-Effekt** — Leichterer, wachsamerer Schlaf in der ersten Nacht an einem neuen Ort (Tamaki 2016).

- **Adaptive Thermogenese** — Der Körper senkt den Energieverbrauch als Reaktion auf Diät oder hohe Aktivität.

- **Ghrelin / Leptin** — Hunger- und Sättigungshormone; kurzer Schlaf erhöht Ghrelin und senkt Leptin.

- **Cohens d** — Effektstärke: 0,2 klein, 0,5 mittel, 0,8 groß. Wird in den Laborergebnissen verwendet.

- **Pearson r** — Korrelationsstärke von −1 bis 1. Korrelation ist keine Kausalität — deshalb das Labor.

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Bildungszusammenfassung veröffentlichter Forschung, keine medizinische Beratung. Screening-Werte sind keine Diagnosen. Bei erhöhtem Wert oder Beschwerden sprechen Sie mit einer Ärztin oder einem Arzt.

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